Sonntag, 29. April 2007

Stadträume erfassen und darstellen. (Übung3)

Stadträume in Kaiserslautern sollten in dieser Übung, die in Verbindung mit der Übung 3 "Stadträume 3dimensional darstellen" steht erfasst und analysiert werden. Untersucht werden sollten sie nach:

1. Funktion
Die Bushaltestelle ist ein zentraler Knoten im ÖPNV von Kaiserslautern. Die Randbebauung des Platzes besteht aus Wohnhäusern mit Gastronomie und Gesc
häften im Erdgeschoss. Im Sommer wird der Rand des Platzes von den Cafés verwendet, um Sitzgelegenheiten im Freien anzubieten. Auf dem Platz finden neben dem Weihnachtsmarkt auch Stadtfeste, politische Kundgebungen
u.ä. statt. Er dient weiterhin als Durchgangsstrecke im Fußgängerzonensystem.

2. Gestalt
Raumart:
Der Raum ist ein geöffneter Stadtraum mit Randbebauung, bei dem sich i
n nördlicher Richtung an der Straße ein offener Raum ergibt. An den Raumöffnungen ergeben sich Torsituationen.

Raumform: Der Schillerplatz hat die Form von einem Rechteck mit
Unregelmäßigkeiten im Süden.

Raumproportionen: Das Verhältnis der Fassadenhöhe zur Breite des Platzes liegt mit etwa 1:3 in einem günstigen Bereich. Allerdings führt die zum Teil starke
Höhendifferenz zu einem eher negativen Raumeindruck.

3. Bedeutung
Geschichte des Schillerplatzes:
Ursprünglich war das Gebiet des Schillerplatzes Bestandteil der Talsenke der
Lauter. In den 1820er Jahren wurden eine erste Randbebauung und eine Bepflasterung des feuchten Gebietes durchgeführt. Anlässlich des 100. Geburtstages von Friedrich Schiller erhielt der Platz 1859 seinen Namen. Mit dem Bau der Ost-West-Achse 1954 wurde der Platz von der Fruchthalle getrennt. Der Leo-Erb-Brunnen wurde 1975 errichtet. Heute herrscht auf dem Schillerplatz ein Spannungsfeld zwischen der modernen Architektur auf der Südseite und der Florentiner Renaissance der Fruchthalle.

4. Empfinden
Durch den Automobilverkehr wirkt der Bereich um die Baushaltestelle hektisch und unruhig. Er bietet sich daher nicht zum Verweilen an.




Der Brunnen hat einen unschönen Sockel, der verkommen wirkt. Die Säulen wirken im Winter kalt und abstoßend. Im Sommer ist der Brunnen jedoch schöner anzusehen und die Bewegung des Wassers wirkt beruhigend.






Die Begrünung des Schillerplatzes ist generell als sehr positiv zu bezeichnen, im Winter wirken die Bäume jedoch kahl. Im Sommer sind die Bäume ein willkommener Schattenspender.





Ein weitere Teil der Aufgabe bestand darin den Stadtraum zu erfassen, darzustellen und wenn möglich weiterzuentwickeln.

Hier die Karte der Bestandsaufnahme:
















Die Idee der Weiterentwicklung des Platzes begann mit dem
Aufstellen von Bänken , die Sitzmöglichkeiten bieten und zum Verweilen einladen sollten, unabhängig von Sitzmöglichkeiten der Cafés und der Bushaltestelle. Der laute Bereich um die Straße und die Bushaltestelle könnte mit Hilfe von geeigneten Baumbepflanzungen vom Rest des Platzes abgetrennt werden. So bekommt der Platz mehr Gemütlichkeit, es wird ruhiger und freundlicher.

Danach sollte ein Plan gelayoutet werden, der alle diese Aspekte der Untersuchung darstellt und erklärt.

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